Gute Gründe für Gesundheitswandern

AOKs, Barmer GEK und DAK erkennen Gesundheitswanderungen an

Zuschuss für Prävention

Etwas mehr Geld werden künftig viele Teilnehmer von Gesundheitswanderungen im Portemonnaie haben. Zumindest wenn sie Kurse "Gesundheitswandern, zertifiziert nach Deutschem Wanderverband" belegen. Zuletzt haben alle Länder-AOKs entsprechende Kurse in der so genannten Primärprävention anerkannt.

Barmer GEK und DAK sind ebenfalls dabei.
Damit erstatten fast alle großen Krankenkassen ihren Versicherten zumindest einen Teil entsprechenden Kursgebühren. Je nach Kasse übernehmen die Versicherer 15 bis 100 Prozent der zwischen 80 und 100 Euro teuren Kurse. Grundlage für die Anerkennung war die Studie der Uni Halle-Wittenberg im vergangenen Jahr. Ute Dicks, Geschäftsführerin des Deutschen Wanderverbandes (DWV): “Die Untersuchung hat eindeutig gezeigt, dass die Gesundheitswanderungen schon nach kurzer Zeit sehr wirksam sind indem sie zum Beispiel den Kreislauf stärken.“ Deswegen ist Dicks sicher, dass die wenigen noch fehlenden Krankenkassen die Kurse ebenfalls bald als wirksame Präventionsangebote entsprechend §20 SGB V akzeptieren. Im Moment sind neben den AOKs auch die Barmer GEK und die DAK sowie einige BKKs und IKKs dabei.
Voraussetzung für eine Erstattung ist, dass die rund zehn Wanderungen eines Kurses von Bewegungstherapeuten (z.B. Physiotherapeuten) mit
Zusatzausbildung "Gesundheitswanderführer, zertifiziert nach Deutschem Wanderverband" durchgeführt werden. Außerdem müssen die Kursleiter ihr
Angebot von der jeweiligen Kasse anerkennen lassen.

„Wenn das Angebot den DWV-Standards entspricht, ist das nach den zentralen Beschlüssen von AOK, Barmer GEK und DAK reine Formsache“, so Dicks.  
Mit der Möglichkeit, die Kosten für die Kurse erstattet zu bekommen, wird die Fortbildung zum Gesundheitswanderführer für bewegungstherapeutische Berufsgruppen interessanter. Da passt es, dass der DWV in den kommenden Monaten eine Reihe von Gesundheitswanderführerkursen in Hessen, Thüringen und Baden-Württemberg anbietet. Weitere Infos auch zu den Fortbildungen:
www.gesundheitswanderfuehrer.de.

Pressekontakt: Deutscher Wanderverband, Jens Kuhr,  
Tel. (05 61) 9 38 73-14, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Pressemitteilung Deutscher Wanderverband vom 04.03.2013

 

 

 

Abschlussbericht Studie Gesundheitswandern

Nachgewiesene Prävention  

Das vom Deutschen Wanderverband zertifizierte Gesundheitswandern  hat schon nach kurzer Zeit viele positive Effekte auf die Gesundheit des Menschen. Das beweist der gestern in Leipzig vorgestellte Abschlussbericht einer Studie der Uni Halle-Wittenberg. Jetzt will der Verband erreichen, dass entsprechende Angebote bei möglichst allen Gesetzlichen Krankenkassen als Präventionsmaßnahme anerkannt werden. Damit verbunden wäre die zumindest teilweise Kostenübernahme der Versicherungen für die Kurse.
Die Ergebnisse vom Deutschen Wanderverband zum Gesundheitswandern in Auftrag gegebenen Studie hat am 20. September 2012 Professor Kuno Hottenrott vom Institut für Leistungsdiagnostik und Gesundheitsförderung e.V. (ILUG) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vorgestellt. Während der Jahrestagung der Kommission Gesundheit der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) in Leipzig sagte Hottenrott, dass das vom Deutschen Wanderverband (DWV) in Kooperation mit der FH Osnabrück konzipierte Gesundheitswandern schon nach vergleichsweise kurzer Zeit eine Reihe positiver Effekte auf den Menschen habe. So veränderten sich dem Wissenschaftler zufolge nicht nur körperbezogene Parameter wie Gewicht Body Mass Index, und Körperfett sondern es konnten auch Effekte auf das Kreislaufsystem,  das Wohlbefinden und die Vitalität nachgewiesen werden . Hottenrott: „Zum Teil waren die Veränderungen höchst signifikant.“

Auch die Ausdauerleistungsfähigkeit und Koordinationsfähigkeit der Probanden verbesserten sich erheblich. Damit sei nun wissenschaftlich belegt, dass durch dieses Wandern die Hauptrisikofaktoren für die Gesundheit deutlich abnehmen und die Gesundheitsressourcen deutlich gestärkt werden, so der Forscher. Zudem beweise die Studie, dass die Gesundheitswanderkurse die Kernziele des Präventionsprinzips „Reduzierung von Bewegungsmangel durch gesundheitssportliche Aktivität“ des Paragraph 20 SGB V erreichen.

Die vom DWV entwickelten Gesundheitswanderungen werden von eigens dafür zertifizierten Gesundheitswanderführern angeboten. Im Unterschied zum „reinen“ Wandern bieten diese Gesundheitswanderführer an besonders schönen Plätzen gemeinsame physiotherapeutische Übungen an. Dabei trainieren sie behutsam die Ausdauer der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sie zeigen richtige Bewegungsabläufe im Wald und auf dem Feld und sie geben Tipps für mehr Bewegung im Alltag sowie für die richtige Ernährung. Immer mehr Menschen, die bislang kaum Erfahrungen mit dem Wandern haben, interessieren sich inzwischen für entsprechende Angebote.

In der von ihm geleiteten Studie untersuchte Hottenrott neben einer Reihe von gesundheitsbezogenen Parametern die Entwicklung der körperlichen Leistungsfähigkeit von Personen, die sieben Wochen regelmäßig an Gesundheitswanderungen teilnahmen. Die Ergebnisse der aktiven Gruppe verglich Hottenrott nach sieben Wochen mit den Untersuchungen an einer Personengruppe, die nicht gewandert war. Eine zusätzliche Untersuchung der aktiven Gruppe folgte drei Monate nach dem Ende der Phase mit Gesundheitswanderungen (follow up).

Die Personengruppe, die an den Wanderungen teilgenommen hatte, verbesserte im Untersuchungszeitraum nicht nur die Ausdauerfähigkeit, sondern auch Koordination, Blutdruck und köperbezogene Daten wurden positiv durch das Wandern beeinflusst. Der Body Mass Index (BMI), der die Relation des Körpergewichts eines Menschen zu seiner Körpergröße angibt und das Körpergewicht nahmen deutlich ab. So lag das Gewicht der aktiven Probanden bei Studienbeginn im Schnitt bei 91,7 Kilo, am Ende der Untersuchung waren es im Mittel 2, 3 Kilo weniger. Schon nach dem Ende der siebenwöchigen Bewegungsphase hatte sich das Gewicht in der aktiven Gruppe durchschnittlich um 1,6 Kilo verringert, in der passiven Vergleichsgruppe hatte sich nichts getan. 

Hottenrott zufolge war auch die Verringerung des Blutdrucks in der Wandergruppe so deutlich nicht zu erwarten: „Der systolische Wert fiel durchschnittlich von 147,7 auf 138,5 der diastolische Wert von 89,9 auf 85,6. Diese Veränderung hat positive Wirkungen auf die Gesundheit.“

Ein Wert, in den ganz unterschiedliche Faktoren eingehen, ist der Walking Index. Berücksichtigt werden u.a. das Alter der Probanden, ihr BMI sowie die Herzfrequenz nach einer definierten Belastung. Für die Untersuchung mussten die Probanden 2.000 Meter walken. Frauen mit einer Geschwindigkeit von sechs und Männer in einer Geschwindigkeit von sieben Kilometer pro Stunde.

Nicht zuletzt bemerkt der Forscher, dass sich den Untersuchungsergebnissen zufolge auch der Gleichgewichtssinn deutlich zum Positiven verändert hat. Dies habe ein entsprechender Koordinationstest eindeutig bewiesen.

Unterm Strich ist Studienleiter Hottenrott von der Wirksamkeit des Gesundheitswanderns überzeugt: „Die Wanderungen sind eine wirklich erfolgreiche und dabei nachhaltige Intervention.“ Das zeige sich auch hinsichtlich der Vitalität. „Drei Monate nach dem Ende der eigentlichen Interventionsphase fühlten sich die Probanden wesentlich energiegeladener als zuvor“, so der Mediziner. Damit sei klar, dass die Wirkungen des Gesundheitswanderns nicht verpufften, zumal fast alle Untersuchten nach der eigentlichen Intervention eigenständig weiter gewandert waren und dies künftig beibehalten wollen.

Auch zwei Krankenkassen – AOK Plus (Sachsen-Thüringen) und BKK Braun Melsungen – sind inzwischen vom Wert des Gesundheitswanderns überzeugt und haben die Kurse als
Primärpräventionsmaßnahme anerkannt. Damit verbunden ist eine teilweise Kostenübernahme dieser Kassen für entsprechende Kursangebote.
Damit möglichst viele Gesetzliche Krankenkassen das Gesundheitswandern als  Präventionsmaßnahme anerkennen, wird der DWV auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse einen entsprechenden Antrag beim Spitzenverband GKV einreichen. DWV-Geschäftsführerin Ute Dicks: „Da unsere Kurse nun nachgewiesener Maßen dem im Paragraph 20 SGB V definierten Präventionsprinzip entsprechen, dürfte einer Anerkennung eigentlich nichts im Wege stehen.“

Seit Januar 2012 biete ich als vom DWV zertifizierter Gesundheitswanderführer Gesundheitswandern in Düsseldorf an. Montags und Dienstags werden über den Hellerhofer Sportverein und über die Volkshochschule Düsseldorf Kurse angeboten. 

Von einigen der im Abschluss-Bericht festgestellten positiven Veränderungen können die bisherigen Teilnehmer/innen berichten.

Weitere Info: Otto Bremm, Telefon (AB): 0211 75844715 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

Studie zum Gesundheitswandern:

Wirksamkeit deutlicher als erwartet

Bislang war es eine Vermutung. Jetzt ist wissenschaftlich belegt: Gesundheitswandern ist gesund. Schon nach einer vergleichsweise kurzen Phase, in der Menschen sich regelmäßig bewegen, verringern sich Körpergewicht, Body Mass Index, Blutdruck und Körperfett signifikant. Auch die Ausdauerleistungsfähigkeit und Koordinationsfähigkeit werden verbessert.

 

Gesundheitswandern nach dem zertifizierten Konzept des Deutschen Wanderverbandes verringert die Hauptrisikofaktoren für die Gesundheit deutlich. Das ist ein Ergebnis der vom Deutschen Wanderverband (DWV) initiierten und unter Leitung von Professor Kuno Hottenrott vom Institut für Leistungsdiagnostik und Gesundheitsförderung e.V. (ILUG) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg durchgeführten Studie zum Gesundheitswandern. Untersucht wurden neben einer Reihe von gesundheitsbezogenen Parametern, die Entwicklung der körperlichen Leistungsfähigkeit sowie das Wohlbefinden von Personen, die sieben Wochen regelmäßig an so genannten Gesundheitswanderungen teilnahmen. Diese Gesundheitswanderungen sind durch physiotherapeutische Übungen aufgelockerte Wanderungen, die von eigens dafür zertifizierten Gesundheitswanderführern angeboten werden. Die Ergebnisse der aktiven Gruppe verglich Hottenrott mit den Untersuchungen an einer Personengruppe, die nicht gewandert war.

Die aktive Gruppe verbesserte im Untersuchungszeitraum nicht nur die Ausdauerfähigkeit, sondern auch Koordination, Blutdruck und köperbezogene Daten wurden positiv durch das Wandern beeinflusst. Der Body Mass Index (BMI), der die Relation des Körpergewichts eines Menschen zu seiner Körpergröße angibt und das Körpergewicht nahmen signifikant ab. Bei Studienbeginn lag das Gewicht im Schnitt bei 91,8 Kilo, am Ende waren es im Mittel 1, 3 Kilo weniger. Annika Lösche aus dem Forscherteam um Hottenrott ergänzt: „In der Kontrollgruppe hatte sich hier nichts getan.“

Dem Wissenschaftler zufolge war auch die Verringerung des Blutdrucks in der Wandergruppe so deutlich nicht zu erwarten. Hottenrott: „Der systolische Wert fiel durchschnittlich von 151 auf 142, der diastolische Wert von 92 auf 84. Diese Veränderung hat positive Wirkungen auf die Gesundheit.“

Ein Wert, in den ganz unterschiedliche Faktoren eingehen, ist der Walking Index. Berücksichtigt werden u.a. das Alter der Probanden, ihr BMI sowie die Herzfrequenz nach einer exakt definierten Belastung. Für die Untersuchung mussten die Probanden 2.000 Meter walken. Frauen mit einer Geschwindigkeit von sechs und Männer in einer Geschwindigkeit von sieben Kilometer pro Stunde. Der Walking Index veränderte sich in der aktiven Gruppe im Durchschnitt von 70,1 auf 75,1. „Das ist hoch signifikant im Vergleich zur Kontrollgruppe“, sagt Hottenrott. Einfluss auf das Ergebnis hatte vor allem die Abnahme der Herzfrequenz. Für das gleiche Wandertempo verringerte sich der Wert von 131 auf 122 Schläge pro Minute. Nicht zuletzt bemerkt der Forscher, dass sich den Untersuchungsergebnissen zufolge auch das Anstrengungsempfinden deutlich zum Positiven verändert hat. Das heißt, dass dieselbe Belastung nach der Intervention als weniger anstrengend empfunden wird. Auch dieses Ergebnis ist statistisch belegt. In der Kontrollgruppe änderte sich das Anstrengungsempfinden nicht.

Annika Lösche freut es, dass den Wanderern die Studie offenbar auch Spaß gemacht hat und sie weiter aktiv bleiben wollen. „Als die Probanden für die vorerst letzten Untersuchungen zu uns kamen, haben eigentlich alle gestrahlt. Die waren zufrieden und wollen als Gruppe künftig weiterwandern“, sagt sie.

Unterm Strich ist Studienleiter Hottenrott von der Wirksamkeit des Gesundheitswanderns überzeugt: „Die Wanderungen sind eine wirklich erfolgreiche Intervention.“ Zudem beweise die Studie, dass die Gesundheitswanderkurse die Kernziele des Präventionsprinzips „Reduzierung von Bewegungsmangel durch gesundheitssportliche Aktivität“ des Paragraph 20 SGB V erreichen.

Das Studienergebnis will die Geschäftsführerin des Deutschen Wanderverbandes, Ute Dicks, daher zum Anlass nehmen, Gespräche mit dem Spitzenverband Bund der Gesetzlichen Krankenversicherung aufzunehmen, um die Möglichkeiten der Anerkennung des „Zertifizierten Gesundheitswandern“ als Primärpräventionsleistung gemäß Paragraph 20 SGB V auszuloten.

Das Konzept und die Ausbildung zum zertifizierten Gesundheitswandern haben der Deutschen Wanderverband (DWV) und die Fachhochschule Osnabrück, Fachbereich Physiotherapie, vor rund zwei Jahren entwickelt. Begleitet wurde die Entwicklung u.a. durch einen Fachbeirat aus Experten, wie dem Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten, (IFK), dem Deutschen Heilbäderverband, dem AOK Bundesverband und Wanderexperten. Mit der vorliegenden Untersuchung ist der gesundheitliche Nutzen nun erstmals auch wissenschaftlich nachgewiesen.

 

 

 

"Let´s go - jeder Schritt hält fit"- Projekt des Monats

Kassel -  "Let´s go - jeder Schritt hält fit" ist zum In Form-Projekt des Monats gewählt worden. Damit verbunden ist eine besondere Darstellung der beiden Let´s go - Initiativen des Deutschen Wanderverbandes über die Internet-Plattform der Bundesinitiative.

Hinter In Form steckt ein gemeinsames Projekt des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie des Bundesministerium für Gesundheit, welches sich für gesunde Ernährung und mehr Bewegung einsetzt. Auf einer entsprechenden Internet-Plattform können Länder, Kommunen sowie Verbände und andere Organisationen ihre Ideen für beide Absichten präsentieren. Wer sich für beide Projekte interessiert, wird unter www.in-form.de fündig.

Mit dem In Form-Projekt des Monats verbunden ist eine besonders prominente Darstellung des zertifizierten Gesundheitswanderns und des Deutschen Wanderabzeichens in der Veröffentlichung von In Form bis Mitte Mai. Damit werden die beiden unter dem Dach von "Let´s go - jeder Schritt hält fit" zusammengefassten Projekt des Deutschen Wanderverbandes insbesondere unter gesundheitsbewusten Menschen bundesweit nochmals wesentlich bekannter.

Pressemitteilung Deutscher Wanderverband vom 19.04.2012

 

 

 

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